Herzlich Willkommen auf der Homepage des Vereines zur Förderung der Pferdezucht Land Wursten und Umgebung e.V.
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Das niedersächsische Landgestüt Celle besteht seit 1735. Im Jahre 1816 wurde in Nordholz (Gaststätte Frey) die erste Deckstelle in der Region eingerichtet. Zwei Jahre später standen die ersten Zuchthengste in Dorum (Wurster Hof). Die beiden Deckstellen wurden 1960 zusammengelegt und in Cappel-Strich (Gaststätte Riehl’s Garten) eingerichtet.

 

Für Peter Krause endet in der nächsten Woche nach 35 Jahren die berufliche Tätigkeit als Deckstellenleiter in Land Wursten. Mit Deckstellenobmann Hinrich Tienken stellt Krause den Hengst Dancier vor.

33 Jahre später wurde der Deckbetrieb auf Frischsamenübertragung umgestellt und die Station nach Dorum-Themeln (1993) verlegt. Seit 2011 ist die Dorumer Besamungsstation eine EU-Station.

Peter Krause erinnert sich noch gut an den Tag, als die Entscheidung gefallen war, dass er Fritz Koch als Deckstellenleiter in Cappel-Strich ablösen sollte. „Ich habe mich anfangs gesträubt, bin bei Eis und Schnee nach Dorum gefahren und habe mir die Gegend wiederholt angeschaut. Begeistert war ich nicht“, so Krause.

Ältere Kollegen hatten den Standort in Wursten und die Stelle aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt. „Nach mehreren Gesprächen mit dem damaligen Landstallmeister Christian Freiherr von Stenglin hatte ich die Qual der Wahl. Letztlich gab es für kein zurück mehr“, berichtet Krause.

Im Nachhinein stellt der Scheidende fest, damals „eine gute Wahl“ getroffen zu haben. Viele Bekanntschaften und Freundschaften seien in den zurückliegenden 35 Jahren geknüpft, vertieft und gehalten worden.

In seinem ersten Jahr, das war 1978, kam Peter Krause allein auf die Deckstelle, im zweiten Jahr bekam er einen Lehrling zur Unterstützung mit nach Wursten. Bis 1984 wurde die Deckstelle bei Arthur Rieke in Ringstedt, dort stand der Landbeschäler Seelöwe, über die Station in Cappel-Strich mit abgerechnet. Heute ist die Besamungsstation Unterweser mit drei Gestütern und einem Tierarzt besetzt. Sieben Landbeschäler werden dort betreut und eingesetzt.

„Darling, Darwin, Lemon xx und Trapper waren meine ersten Hengste, die ich in Cappel-Strich unter meine Fittiche hatte“, wirft Krause einen Blick zurück. Ein Telefon gab es auf der Station anfangs nicht. „Alle Gespräche wurden von der Wirtin Frauke Riehl angenommen und weitergeleitet“, sagt Krause.

Die Hengste, ab 1991 standen fünf Vererber in Cappel-Strich, waren in der Saison täglich bis zu fünfmal im Deckeinsatz. „Die am meisten frequentierten Landbeschäler mussten in Spitzenzeiten sogar bis zu sechsmal täglich decken“, erläutert der Deckstellenleiter. Die Deckzeiten waren festgelegt: Um 7, 9, 11, 15 und 17 Uhr kamen die Züchter mit ihren Stuten. „Früher konnte ich die Züchternamen auf einen Bierdeckel schreiben und abends in die entsprechenden Listen übertragen. Das ist in der heutigen Zeit unvorstellbar“, betont Krause.

Die Uhrzeit, wann der Züchter erscheinen musste, bestimmte der Deckstellenleiter. „Pferdezüchter, die gerne mittags noch in der Gaststube saßen, wurden zu 11 Uhr bestellt“, sagt Krause mit einem Augenzwinkern.

Mit Einführung der Frischsamenübertragung vor nunmehr 20 Jahren – erweiterte sich auch Krauses Aufgabengebiet. „Schriftliche Arbeiten, Telefonate und organisatorische Aufgaben häuften sich. Das wurde mit der Anerkennung als EU-Station noch ausgeweitet“, sagt der scheidende Deckstellenleiter.

 

Stutenschau 1979 in Cappel: Landstallmeister Dr. Burchard Bade (von links) Verbandsvorsteher Herwarth von der Decken, Geschäftsführer Dr. Hartwig und Peter Krause bilden die Kommission. (3)   Quelle Nordseezeitung Text J.Malekaitis

 

 

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© Anne Lilienthal-Treutler